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Wusstest du, dass das Wort 'Krawatte' aus dem Kroatischen kommt? Es geht zurück auf 'Hrvat' (Kroate) — kroatische Söldner trugen sie im 17. Jahrhundert in Frankreich, und von dort eroberte sie die Welt. Ein kleines Stück Kroatien hängt also vermutlich in deinem Kleiderschrank.
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Durch die jahrhundertelange Zugehörigkeit zur k.u.k.-Monarchie ist das Kroatische voller deutscher Lehnwörter — besonders aus dem Österreichischen. 'Špajza' (Speisekammer), 'paradajz' (Paradeiser/Tomate), 'šnicla' (Schnitzel), 'štrudla' (Strudel) und 'cigla' (Ziegel) klingen für dich sofort vertraut. Hunderte solcher Wörter geben dir einen kostenlosen Vorsprung.
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Kroatisch wird komplett phonetisch geschrieben — jeder Buchstabe steht für genau einen Laut. Sobald du die 30 Buchstaben des Alphabets kennst, kannst du jedes Wort korrekt aussprechen. Eine echte Erleichterung, wenn man die deutsche Rechtschreibung mit ihren stummen 'h' und Diphthongen gewohnt ist.
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Anders als das Deutsche hat Kroatisch alle sieben Fälle aus dem Urslawischen bewahrt. Das ermöglicht eine sehr flexible Wortstellung — der Sprecher entscheidet, was er betonen will, einfach durch die Reihenfolge. Wer die Fälle einmal verinnerlicht hat, drückt Nuancen aus, für die Deutsch ganze Nebensätze braucht.
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Kroatien hat drei große Dialekte — štokavisch, kajkavisch und čakavisch, jeweils benannt nach ihrem Wort für 'was'. Das Hochkroatische basiert auf dem Štokavischen, aber an der Adriaküste hörst du oft čakavisch, während Zagreb und Umgebung kajkavisch geprägt sind. Eine reiche Vielfalt auf kleinem Raum — Kroatien ist nur etwa so groß wie Niedersachsen.