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Bis zu 60 % des schwedischen Wortschatzes stammen aus dem Mittelniederdeutschen — ein Erbe der Hansezeit, als deutsche Kaufleute den skandinavischen Handel dominierten. Für Deutschsprachige bedeutet das: Hunderte Wörter wie Sprache/språk, Haus/hus oder Fenster/fönster sind sofort erkennbar.
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Das schwedische Alphabet umfasst 29 Buchstaben, darunter drei besondere Vokale: å, ä und ö. Diese sind keine akzentuierten Versionen anderer Buchstaben, sondern eigenständige Zeichen, die am Ende des Alphabets stehen und einzigartige Laute repräsentieren, die im Deutschen nicht vorkommen.
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Schwedische Verben ändern sich nie nach Person — dieselbe Form gilt für ich, du, er, sie, wir und ihr. Wer die deutsche Konjugation mit ihren sechs Formen pro Zeitform kennt, wird die schwedische Einfachheit lieben: 'jag talar, du talar, vi talar' — fertig.
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Schweden durchlief Ende der 1960er Jahre eine dramatische soziale Revolution namens 'du-reformen', als das informelle 'du' formelle Anredeformen ersetzte. Heute verwenden Schweden 'du' mit allen – von Kollegen bis zum König – was die egalitäre Kultur des Landes widerspiegelt.
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Schwedisch hat nur zwei grammatische Geschlechter (Utrum und Neutrum) statt der drei im Deutschen und kennt keine Fälle — kein Dativ, kein Akkusativ, kein Genitiv-Wirrwarr. Der bestimmte Artikel wird einfach ans Wort angehängt: 'hund' (Hund) wird zu 'hunden' (der Hund).