- 01
Seit dem 12. Jahrhundert leben deutsche Siedler – die Siebenbürger Sachsen – in Rumänien und prägten Städte wie Hermannstadt (Sibiu), Kronstadt (Brașov) und Schäßburg (Sighișoara). Diese 850-jährige Geschichte hinterließ deutsche Lehnwörter im Rumänischen: „șurub“ (Schraube), „chiflă“ (Kipfel) oder „rucsac“ hörst du heute im Alltag.
- 02
Rumänisch ist die einzige romanische Sprache in Osteuropa – eine lateinische Insel inmitten slawischer Nachbarn. Mit rund 77 % lateinischem Wortschatz steht es dem klassischen Latein näher als Französisch. Wer in der Schule Latein, Französisch oder Italienisch hatte, erkennt täglich vertraute Wörter wieder.
- 03
Rumänisch behielt fünf grammatikalische Fälle aus dem Latein – ähnlich der deutschen Kasusstruktur. Während Spanisch und Italienisch vereinfachten, blieb Rumänisch konservativ. Für Deutschsprachige ist das Konzept Nominativ, Akkusativ, Dativ also kein Neuland.
- 04
Das rumänische Alphabet ist lateinisch mit fünf Sonderzeichen: ă, â, î, ș und ț. Keine fremde Schrift, kein neues Tastatur-Layout – du kannst sofort lesen und tippen. Die Aussprache ist dazu fast vollständig phonetisch: Was du siehst, sprichst du auch so aus.
- 05
Rumänien empfängt jährlich Millionen deutscher Gäste – Schloss Bran allein über 500.000 Besucher. Die Karpaten, das Donaudelta und die Dörfer Siebenbürgens sind Top-Reiseziele. Mit Rumänisch öffnest du in Pensionen, auf Märkten und in kleinen Restaurants Türen, die mit Englisch verschlossen bleiben.